Materielle Voraussetzungen

Zuerst brauchen Sie einen geeigneten Raum, möglichst mit einem kleinen Wartebereich. Zumindest die Wände um die Badezone und der Fußboden sollten gefliest sein. Heute machen einige Hundesalons mobil. Sie besuchen ihre Kunden mit einem entsprechend ausgerüsteten Wohnmobil. Die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten dafür sind jedoch nicht zu unterschätzen. Daher sollten Sie gut abwägen, ob die so geschaffene Kundennähe die Investition rechtfertigt.

Die Basis Ihrer Ausrüstung ist ein hydraulischer Trimmtisch. Dieser ermöglicht Ihnen, Hunde verschiedener Größen in der richtigen Arbeitshöhe pflegen zu können und die Großen überhaupt auf den Tisch stellen zu können. Hinzu kommen ein so genannter Trimmgalgen, eine Hundebadewanne, Profi-Föne und/oder Fönboxen, Trimm-Messer, elektrische Hundeschermaschinen mit diversen Scherköpfen, verschiedenste Scheren für den Profibedarf und andere kleine Hilfsmittel. Zu den Grundinvestitionen zählt jedoch auch eine entsprechende Ausbildung.

Wenn Sie arbeitslos sind, könnten Sie mit Ihrer Idee eines Hundesalons vielleicht sogar von einer staatlichen Förderung profitieren (Stichwort "ICH-AG"). Klären Sie das mit Ihrem zuständigen Arbeitsamt-Berater, er informiert Sie auch über die Voraussetzungen und Möglichkeiten.

Ausstatter für den Hundefriseur- Bedarf, Versicherungen etc. »

Ausbildung zum Hundefriseur

Der Beruf des Hundefriseurs verlangt handwerkliches Können. Zudem werden umfangreiche Kenntnisse über Rassestandards, Hundeanatomie, Gesundheit, Haar- und Hauttypen etc. voraussetzt. Diese Grundlagen müssen in einer Ausbildung geschult werden.

Viele hundebegeisterte Jugendliche möchten sich nach ihrem Schulabschluss gern den Traum von einer Tätigkeit als Hundefriseur verwirklichen. Die Berufsausbildung zum Groomer bzw. Hundefriseur ist noch nicht staatlich reglementiert. Es bedarf auch keines Meisterbriefes, um einen Hundesalon selbstständig führen zu können. Die Eintrittsbarrieren zu diesem Beruf sind also relativ gering. Das heißt natürlich auch, keine "ordentliche" Berufsausbildung zu haben, sofern das eigene Unternehmen einmal scheitert. Deshalb sollten Jugendliche zunächst eine Ausbildung in einem artverwandten Beruf machen. Mit dieser Basis ist es dann langfristig gesehen sicherer, in den Beruf des Hundefriseurs einzusteigen.

Wie finde ich eine geeignete Ausbildungsmöglichkeit?

Manche Hundesalons bieten Ausbildungskurse an. Schauen Sie dazu bitte unsere Liste  „Ausbildungsplätze“ an. Es gibt inzwischen sogar spezielle Hundescherschulen.

Ein guter Kurs vermittelt Ihnen theoretische Kenntnisse über die Pflege verschiedener Rassen. Hauptsächlich sollten Sie aber an mehreren Hunden unterschiedlicher Rassen üben können. Fragen Sie beim Anbieter nach, ob und in welchem Umfang das möglich ist.

Natürlich muss Ihr(e) Lehrmeister(in) selbst über umfangreiche Fertigkeiten und Kenntnisse verfügen. Das erkennen Sie z.B. daran, ob die Kunden mit der Frisur ihres Hundes zufrieden sind und regelmäßig neue Termine vereinbaren. Die Frisuren müssen schließlich dem Rassestandard entsprechen, sofern vom Kunden keine abweichende Variante gewünscht wird. Sehen Sie sich auch die Kundenstruktur an. Wenn fast nur Besitzer mit Terriern erscheinen, ist der Hundefriseur möglicherweise darauf spezialisiert. Dann haben Sie einen guten Terrier-Experten, müssen aber einen weiteren Ausbilder für die übrigen Rassen finden. Im Idealfall ist Ihr(e) Ausbilder(in) kompetent für alle (populären) Rassen.

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung sind Sie aber noch kein perfekter Hundefriseur. Wie in vielen anderen Berufen auch, ist das eine Frage der Übung. Jeder gute Hundefriseur wird sich ohnehin ein Berufsleben lang weiterbilden, um den neusten Trends zu folgen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung und der Trainings, die wir Ihnen auf der nächsten Seite vorstellen möchten.

Weiterbildung und Training »


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