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Abwechslung im Hundenapf?

Nach hoffentlich erfolgreichem Einkaufstripp stehen nun vermutlich einige Hundefutterdosen oder eine Tüte Trockenfutter vor Ihnen. "Das soll nun auf Dauer gesund sein und meinem Hund immer schmecken?", fragen sich die meisten Hundebesitzer bestimmt früher oder später. Aus Erfahrung würde ich raten, wirklich hochwertige Futtermittel nach den obigen Kriterien zu kaufen und zunächst zu testen. Ihr Hund muss das Futter mögen UND vertragen. Das trifft auf mehrere Sorten zu? Umso besser.

Legen Sie eine "Stammfuttersorte" fest und beobachten Sie die Langzeitwirkung auf Ihren Hund. Der Kot muss in Ordnung, also von fester Konsistenz sein. Das Gewicht Ihres Tieres muss stimmen und sein sollte glänzen und lediglich dem natürlichen Haarwechsel unterliegen. Ansonsten darf die Haut keine Veränderungen zeigen. Juckreiz ohne Parasitenursache oder Hauterkrankungen sind immer ein Alarmzeichen. Das Problem kann, muss aber nicht, im Futter seine Ursache haben. Beobachten Sie Ihren Hund gut. Er kann Ihnen sein Befinden nicht mitteilen. Aber Sie können viel von seinem Äußeren und seinem Verhalten ablesen.

Irgendwann haben Sie sicher ein oder mehrere passende Sorten gefunden. Doch sich allein darauf zu beschränken, wäre sehr eintönig. Die Mehrzahl aller Futtersorten ist zwar vielfältig zusammengesetzt, aber trotzdem füttert man damit jeden Tag das Gleiche. Natürlich sind Hunde keine Feinschmecker im eigentlichen Sinne des Wortes. In freier Natur schlingen Wildhunde ihre Beute herunter, ohne sich aufs Genießen besinnen zu können. Trotzdem leben sie von vielen verschiedenen Futterquellen, die ihren Bedarf decken. Deshalb einige:

Grundsätze zur Fütterung des Hundes mit Fertigfutter

  1. Finden Sie ein gut verträgliches "Stammfutter" für Ihren Hund. Dieses darf natürlich abwechselnd mit anderen gut verträglichen Sorten gefüttert werden.
  2. Mischen Sie ab und an Frischfleisch oder Dosenfutter bei, wenn Sie sonst nur Trockenfutter geben.
  3. Kombinieren Sie das Futter mit frischen, “lebendigen“ Bestandteilen. Das Trocken- oder Dosenfutter sollte dabei der Hauptbestandteil bleiben, um eine konstante Versorgung mit allen wichtigen Stoffen zu gewährleisten.  

Mögliche Zusätze sind:

  • Quark
  • Joghurt (natur)
  • Möhren, gerieben oder zum Knabbern im Stück
  • Obst, wie z.B. Äpfel, Birnen, Bananen,  Kiwi, Pflaumen (ohne Stein), Stachelbeeren usw..
  • Gemüse, wie z.B. Blumenkohl (gedämpft), Tomaten, Gurken, Rettich, Brokkoli 
  • Vorsicht mit rohen Bohnen, Erbsen und Kohlsorten. Sie werden vom Hund schlecht aufgeschlossen und verdaut und entsprechend schlecht vertragen!
  • Nudeln, Reis, gekochte und zerquetschte Kartoffeln, Haferflocken (gebrüht)
  • Kräuter
  • Ei muss man testen. Wer eine Quelle für unbedenkliche Bioeier hat, kann das Eigelb evt. roh geben.
  • Milch wird von den meisten erwachsenen Hunden schlecht vertragen!
  • Bauernkäse, Harzer Käse u.ä.
  • Fleisch (Huhn, Rind, Lamm, Pute, in der Regel leicht kurz gegart)
  • Fleischbrühe
  • Fisch (ohne Gräten und leicht gedämpft)
  • Essensreste nur in geringen Beimengungen und nur dann, wenn auf scharfe Gewürze verzichtet wurde!
  • Knochen gehören nicht ans Futter (Splittergefahr)! Ausnahme: dicke Markknochen vom Rind oder ganze Beinknochen mit Gelenkknorpeln

Sie sehen schon, der Abwechslung ist auch bei Fütterung auf Fertigfutterbasis keine Grenze gesetzt. Sie können davon ausgehen, dass selbst die Zufütterung von kleinsten Mengen wechselnder Nahrungsmittel Ihrem Hund gefällt und gut bekommt. Natürlich muss er langsam daran gewöhnt werden. Vor allem besteht dann nicht die Gefahr der Einseitigkeit, bzw. des Fehlens wichtiger Stoffe im Futter.

Futterumstellungen beim Hund

sollten Sie immer langsam und schrittweise vornehmen. Zunächst werden Sie ein wenig von dem neuen Futter unter das alte mischen und die Wirkung auf Ihren Hund austesten. Bei guter Verträglichkeit kann die Menge erhöht werden, bis schließlich das neue Futter das alte komplett ersetzt.

Fütterung bei besonderen Belastungen - Welpenfutter- Leistungsfutter

Welpen, Junghunde und tragende sowie säugende Hündinnen benötigen sehr hochwertiges Futter mit wertvollen Proteinen, die gut aufgeschlossen werden können. Fleisch steht dabei wieder an erster Stelle. Welpen erhalten fast die Futtermenge eines erwachsenen Tieres. Die Menge wird lediglich auf viele Portionen verteilt. Die Portionen für eine tragende oder säugende Hündin werden ihrem Bedarf angepasst. Bei einem großen Wurf benötigen viele Hündinnen das Dreifache ihrer üblichen Futtermenge. Außerdem ist der Fleischanteil zu steigern, um die Milchproduktion anzuregen.  

Leistungshunde, die beruflich oder im Hundesport intensiv eingesetzt werden, benötigen ebenfalls ein besonders hochwertiges Futter und teilweise auch größere Portionen. Das gilt auch für Schlittenhunde, Rennhunde und Rettungshunde.

Anzahl der Mahlzeiten für Welpen, Junghunde und erwachsene Hunde

Erwachsene Hunde erhalten meist zweimal, evt. auch nur einmal täglich Futter. Ein Fastentag ist normalerweise nicht notwendig.

Welpen benötigen zwischen drei und fünf Portionen am Tag. Das richtet sich nach der Gewichtszunahme der einzelnen Welpen und der Größe des Wurfes. Nach der Abgabe an die neuen Besitzer können die Mahlzeiten im Alter von 3 Monaten auf jeden Fall auf drei reduziert werden. Mit etwa sechs Monaten bekommen Junghunde nur noch zwei Mahlzeiten täglich. Dabei kann man es belassen oder ab dem Alter von etwa einem Jahr nur noch einmal am Tag füttern. Bei sehr großen Rassen verläuft das Wachstum häufig schwieriger und unregelmäßiger als bei kleinen Rassen. Hier empfiehlt es sich, das Futter noch längerfristig auf mehrere Portionen zu verteilen.

Um die Organe nicht zu überlasten, füttert man auch tragenden und säugenden Hündinnen mehrere Portionen über den Tag verteilt.

Unmittelbar vor sportlichen Aktivitäten sollte der Hund kein Futter erhalten. Diese Maßnahme beugt der gefürchteten Magendrehung vor. Es sollte außerdem selbstverständlich sein, dass das Futter immer frisch sein muss. Verdorbene Speisen veträgt ein Hund genauso wenig, wie wir. Frisch heißt aber nicht frisch aus dem Kühlschrank. Um sich den Magen nicht zu verderben, benötigen Hunde das Futter in Zimmertemperatur. Frisches Trinkwasser sollte immer genügend zur Verfügung stehen. Inbesondere bei der Verfütterung von Trockenfutter ist der Bedarf dafür sehr groß. Diese allgemeinen Regeln zur Fütterung betreffen natürlich neben dem Fertigfutter auch das selbst hergestellte Futter. Über die Futterzubereitung auf Basis frischer Zutaten erfahren Sie im nächsten Abschnitt mehr.

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