Hundefriseur Ausbildung von A bis Z

Sie möchten eine Hundefriseur Ausbildung absolvieren und suchen Informationen und eine geeignete Grommerschule? Dann sind Sie hier richtig.

Für alle, die zunächst mehr wissen möchten über:

  • das Berufsbild
  • persönliche Voraussetzungen
  • mögliche Einkünfte
  • notwendige Anschaffungen
  • Hundefriseur Ausbildung und Weiterbildung sowie
  • Kosten der Groomer Ausbildung

haben wir einige nützliche Informationen zusammengestellt.

Falls Sie schon fest entschlossen sind, nun bald Groomer zu werden, finden Sie auf folgender Seite Angebote für Ausbildung zum Hundefriseur »

Berufsbild und Voraussetzungen

Hundefriseure (Groomer) haben durch ihren täglichen Umgang mit Tieren und deren Besitzern einen sehr schönen Beruf. Die meisten Hundefriseure arbeiten heute selbstständig im eigenen Hundesalon. Seltener werden Sie eine feste Anstellung in einem anderen Salon finden.

Neben viel Liebe zum Hund sind also Ihre Unternehmerqualitäten gefragt. ßberlegen Sie vorab, ob Sie sich eine selbstständige Tätigkeit zutrauen. Ein gewisses Talent im Umgang mit Kunden und im Verkauf von Dienstleistungen brauchen Sie auf jeden Fall. Neben der unbedingten Liebe zum Tier darf man als Hundefriseur also auch keine Scheu anderen Menschen gegenüber haben.

Die beste Voraussetzung zum Hundefriseur ist die jahrelange Erfahrung als Hundebesitzer. Tiere spüren intuitiv, ob Sie offen und angstfrei mit ihnen umgehen oder gewisse Hemmungen haben. Als Hundefriseur müssen Sie in der Lage sein, auch mit respekteinflößenden, großen Rassen zurechtzukommen. Nicht jeder Hund ist von Haus an eine regelmäßige Pflegeprozedur gewöhnt worden. Auch die widerspenstigen Exemplare sollen in der vorgesehenen Zeit frisiert werden. Das bewältigt man nur mit einer liebevollen, aber sehr konsequenten Durchsetzungskraft. Handwerkliches Geschick, ein guter Blick für Hunde-Anatomie und ein Empfinden für Ästhetik sind weitere Grundbedingungen.

Überdenken Sie selbstkritisch Ihre körperliche Konstitution.  Sie sollten schon in der Lage sein,  etliche Stunden hintereinander zu stehen. Probleme mit dem Rücken, den Gliedmaßen, der Halswirbelsäule oder auch Anfälligkeit für Sehnenscheidentzündungen und ßhnliches sind  keine guten  Voraussetzungen. Auch chronische Kreislaufschwierigkeiten reihen sich hier ein.

Einkünfte eines Hundefriseurs

In den meisten Fällen bezieht ein Hundefriseur kein festes Gehalt, sondern erwirtschaftet selbstständig Einkünfte. Bei seiner Preiskalkulation richtet er sich nach der Kaufkraft der Bevölkerung und der Konkurrenzsituation in seiner Gegend. Daher ist es schwierig, exakte Preise für sämtliche Regionen Deutschlands anzugeben.

Hundefriseur-Preise kalkulieren

Je nach Rasse, Größe des Tieres und Aufwand kann der Preis für die Hundepflege zwischen ca. 30,- bis 80,- Euro pro Hund schwanken. Unterschiede ergeben sich nicht nur aus der regionalen Situation, sondern zum Beispiel auch daraus, ob ein Ausstellungs-Handtrimming, bei dem jedes Details absolut perfekt sein muss, oder ein Trimming für den Hausgebrauch verlangt wird. Bei der Preisfindung muss immer der zeitliche und materielle Gesamtaufwand kalkuliert werden. So wird die aufwändige "Radikalkur" bei einem ungepflegten Hund teurer, als das Trimmen oder Scheren eines sehr gut gepflegten Stammkunden-Hundes. Aufschläge für ungepflegte Tiere sind übrigens absolut üblich, da sowohl der Zeitaufwand für die Pflege als auch die Abnutzung der Werkzeuge größer ist.

Bei den genannten Beträgen vergessen Sie bitte nicht, dass Miete, die Kosten für den Unterhalt und die Pflege des Hundesalons, Werbung, Versicherungen, Weiterbildungen, eventuelle Kreditraten, Steuern etc. noch von Ihrem Umsatz abgehen. So müssen Sie schon etwa  4- 8  Hunde täglich zu einem vernünftigen Preis pflegen, um am Ende ein gutes Auskommen zu haben. Die Anzahl schwankt stark, weil es zeitlich und vom Arbeitsaufwand her ein großer Unterschied ist, ob man einen winzigen Yorkshire Terrier oder einen Airedale Terrier pflegt. Entsprechend verschieden wird die Arbeit vergütet. Deshalb sollten Sie vor dem Sprung in die Selbstständigkeit die Bedarfs- und Konkurrenzsituation in Ihrer Gegend gründlich recherchieren und einen schlüssigen Businessplan aufstellen.

Kosten der Groomer-Ausbildung und passende Kurse

Die Grundausstattung Ihres künftigen Salons und die Groomerausbildung erfordern beachtliche Investitionen. Mit einem schlüssigen Konzept kann man möglicherweise ein Gründerdarlehen erhalten. Die Kosten für die Groomer-Ausbildung bei einem der privaten Anbieter müssen Sie hingegen meist selbst stemmen, da das Arbeitsamt die Ausbildungskosten für künftige Existenzgründer im Hundepflege-Bereich nicht immer übernimmt.

Daher empfehlen wir Ihnen, zunächst einen Schnuppertag bei einer Groomerschule zu buchen. Dadurch gewinnen Sie Klarheit, ob Sie Ihren Traumberuf Hundefriseur wirklich ergreifen wollen und auch können. Eintägige Schnupperkurse sind schon ab 80 Euro zu haben. Mitunter erstrecken sich diese Einsteigerkurse aber auch über mehrere Tage und kosten dann zwischen 300 und 800 Euro. Viele Groomerschulen verrechnen die gezahlten Beträge, sofern Sie danach einen darauf aufbauenden Kurs buchen. Diese Kurse genügen in der Regel noch nicht, um danach beruflich als Groomer durchzustarten.

Die Voraussetzung für Ihre spätere Tätigkeit ist eine umfangreiche Hundefriseur-Ausbildung, bei der Sie die rassegerechte Pflege der populärsten Hunderassen, aber auch von Mischlingen in Theorie und Praxis erlernen. Bevorzugen Sie einen Ausbildungskurs, in dem Ihnen auch Wissen über Unternehmensführung, Marketing und den Umgang mit Kunden vermittelt wird. Das sind wichtige Grundlagen zur Sicherung Ihrer späteren Existenz. Solche Kurse kosten ab 2.000 Euro + MwSt. Der Preis hängt vom Umfang der Ausbildung, dem Lehrmaterial und der Gruppenstärke der Teilnehmer ab. Einzelunterricht ist intensiver, mitunter aber auch teurer. Intensivkurse mit sehr viel Training am Hund können bis zu 6.000 Euro + MwSt. und mehr kosten. Solche Kurse laufen über mindestens 14 Tage, in der Regel aber noch länger. Dadurch gewinnen Sie an Sicherheit, welche Ihnen in der Selbstständigkeit helfen wird.

Inhalte wie Zahnreinigung, Scheren und Trimmen für Ausstellungshunde, Haarfärbetechniken, Lackieren von Nägeln etc. sind für eine Grundausbildung zum Hundefriseur nicht unbedingt nötig. Wichtiger ist es, dass Sie die salongängigen Rassen wirklich beherrschen. Alles andere können Sie sich später in Wochenendseminaren aneignen. Dann wissen Sie auch, ob und was genau von der eigenen Kundschaft nachgefragt wird.
Der Preis für Wochenendkurse bewegt sind im Bereich von mehreren Hundert Euro.

Materielle Voraussetzungen zur Gründung eines Hundesalons

Zuerst brauchen Sie einen geeigneten Raum, möglichst mit einem kleinen Wartebereich. Zumindest die Wände um die Badezone und der Fußboden sollten gefliest sein. Heute machen einige Hundesalons mobil. Sie besuchen ihre Kunden mit einem entsprechend ausgerüsteten Wohnmobil. Die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten dafür sind jedoch nicht zu unterschätzen. Daher sollten Sie gut abwägen, ob die so geschaffene Kundennähe die Investition rechtfertigt.

Die Basis Ihrer Salonausrüstung ist ein hydraulischer Trimmtisch. Dieser ermöglicht Ihnen, Hunde verschiedener Größen in der richtigen Arbeitshöhe pflegen und die Großen überhaupt auf den Tisch stellen zu können. Hinzu kommen ein so genannter Trimmgalgen, eine Hundebadewanne, Profi-Föne und/oder Fönboxen, Trimm-Messer, Trimm-Steine, elektrische Hundeschermaschinen mit diversen Scherköpfen, verschiedenste Hundescheren für den Profibedarf, ein Sterilisator und andere kleinere Hilfsmittel. Eine Summe von 4000,- Euro ist dafür schon relativ sparsam angesetzt. Zu den Grundinvestitionen zählt jedoch auch eine entsprechende Ausbildung zum Hundefriseur.

Wenn Sie arbeitslos sind, könnten Sie mit Ihrer Idee eines Hundesalons vielleicht sogar von einer staatlichen Förderung profitieren. Klären Sie das mit Ihrem zuständigen Berater bei der Agentur für Arbeit oder mit einem Gründungsberater. Diesen finden Sie z. B. bei der IHK.

Ausstatter für den Hundefriseur- Bedarf, Versicherungen etc. »

Hundefriseur Ausbildung (Groomerausbildung)

Der Beruf des Hundefriseurs verlangt handwerkliches Können. Zudem werden umfangreiche Kenntnisse über Rassestandards, Hundeanatomie, Gesundheit, Haar- und Hauttypen voraussetzt. Diese Grundlagen müssen in einer fundierten Hundefriseur Ausbildung geschult werden.

Viele hundebegeisterte Jugendliche möchten sich nach ihrem Schulabschluss gern den Traum von einer Tätigkeit als Hundefriseur verwirklichen. Die Berufsausbildung zum Groomer bzw. Hundefriseur ist noch nicht staatlich reglementiert. Es bedarf auch keines Meisterbriefes, um einen Hundesalon selbstständig führen zu können. Die Eintrittsbarrieren zu diesem Beruf sind also relativ gering. Das heißt natürlich auch, keine "ordentliche" Berufsausbildung zu haben, sofern das eigene Unternehmen einmal scheitert. Deshalb sollten Jugendliche zunächst eine Ausbildung in einem artverwandten Beruf absolvieren. Auf dieser Basis ist es dann langfristig gesehen sicherer, in den Beruf des Hundefriseurs einzusteigen.

Wie finde ich eine geeignete Groomerschule?

Manche Hundesalons bieten Ausbildungskurse an.  Diese Salons finden Sie in der Liste  der Anbieter für die Hundefriseur- Ausbildung. Es gibt inzwischen sogar darauf spezialisierte Scherschulen.

Ein guter Kurs vermittelt Ihnen umfangreiche theoretische Kenntnisse über die Pflege verschiedener Rassen und Mischlinge. Außerdem wird die Pflege von Augen, Ohren, Zähnen, Pfoten und Krallen auf dem Lernprogramm stehen.  Die anatomischen Grundlagen des Hundes, Kenntnisse zu Rassehunde-Standards und das 1x1 der Gesundheitsprophylaxe sollten ebenso in die Ausbildung einfließen. Wenn außerdem Wissen über den Aufbau und die erfolgreiche Führung des eigenen Hundesalons vermittelt wird, ist der theoretische Teil eine runde Sache.

Die praktische Ausbildung sollte es Ihnen ermöglichen, an mehreren Hunden unterschiedlicher Rassen üben zu können. Nur vom Zusehen lernen Sie die Trimm- und Schertechniken nicht. Fragen Sie beim Anbieter nach, ob und in welchem Umfang das möglich ist.

Nur für den Fall, dass Sie sehr umfangreiche Vorkenntnisse, z. B. durch die Pflege (Scheren, Trimmen) der eigenen Hunde haben, müssen Sie evt. keine komplette Ausbildung absolvieren. Dann genügt es möglicherweise, an Trimm- oder Scherkursen für einzelne Rassen teilzunehmen. Diese Entscheidung sollte Sie mit einem Experten gründlich abwägen.

Natürlich muss Ihr(e) Lehrmeister(in) selbst über umfangreiche Fertigkeiten und Kenntnisse verfügen. Das erkennen Sie z.B. daran, ob die Kunden mit der Frisur ihres Hundes zufrieden sind und regelmäßig neue Termine vereinbaren. Die Frisuren müssen schließlich dem Rassestandard entsprechen, sofern vom Kunden keine abweichende Variante gewünscht wurde. Sehen Sie sich auch die Kundenstruktur an. Wenn fast nur Besitzer mit Terriern erscheinen, ist der Hundefriseur möglicherweise darauf spezialisiert. Dann haben Sie einen guten Terrier-Experten, müssen aber einen weiteren Ausbilder für die übrigen Rassen finden. Im Idealfall ist Ihr(e) Ausbilder(in) kompetent für alle populären Rassen.

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung sind Sie aber noch kein perfekter Hundefriseur. Wie in vielen anderen Berufen auch, ist alles eine Frage der ständigen ßbung. Jeder gute Hundefriseur wird sich ohnehin ein Berufsleben lang weiterbilden, um den neusten Trends zu folgen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung und des Trainings, die wir Ihnen auf der nächsten Seite vorstellen möchten.

Wie wird man ein perfekter Hundefriseur?

  • Besuchen Sie Hundeausstellungen und sprechen Sie dort einige der Züchter an. So mancher wird Ihnen Tricks zur Pflege der eigenen Rasse verraten. Viele Züchter sind nur deshalb gegenüber  Hundesalons skeptisch eingestellt, weil sie spüren, dass kein echtes Interesse an einer fachgerechten Pflege der eigenen Rasse besteht. So werden Terrier in einigen Salons noch immer geschoren. Das geht zwar schneller, zerstört aber das gute Rauhaar samt seiner Farbe und führt eventuell zu Hautirritationen.
  • Versuchen Sie bei Züchtern Ihrer Umgebung dazuzulernen. Wenn Sie es gut machen, erhalten Sie vielleicht sogar Empfehlungen durch die Züchter an Welpenkäufer.
  • Besorgen Sie sich Fachbücher mit Pflegeanleitungen, die von Rasse-Experten geschrieben wurden (s. u.).
  • Sehen Sie sich viele Fotos von Ausstellungshunden an. Ein erste Adresse sind die vielen Züchter-Webseiten.
  • Zeitweise bieten Profi- Groomer, Scherschulen, Hundevereine oder erfahrene Hundeaussteller Trimm- und Scherkurse an. Nutzen Sie solche Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch Anatomiekurse können hilfreich sein. Denn Sie sollten schon eine Vorstellung von der Funktion des  Hundekörpers besitzen, um die passenden Stellen zu betonen und kleine Fehler zu kaschieren.
  • Versuchen Sie so viele Übungsmöglichkeiten wie möglich zu finden. Vielleicht überzeugen Sie Bekannte, Ihnen den Pudel einmal für eine ßbungs-Schur zu überlassen.
  • Und nicht zuletzt: Pflegen Sie Ihre eigenen Hunde regelmäßig und tipp topp. Sie sind Ihre "Aushängeschilder"!

Buchtipp für Groomer

Das MUSS für jeden Groomer ist die "Die KYNOS TRIMM- UND PFLEGEFIBEL".



Liebe Hundefriseure,

dieses Buch müssen Sie haben! Es leistet seit vielen Jahren in zahlreichen Hundesalons und bei Hundeausstellern ausgezeichnete Dienste.

Die Pflege vieler Rassen wird detailliert beschrieben und durch sehr anschauliche Zeichnungen verdeutlicht.

Renate Dolz ist damit ein Bestseller unter der deutschsprachigen Hundepflege-Literatur gelungen.

Kaufen Sie sich das Buch, solange es noch zu haben ist!
(Ich hoffe ja, es wird immer wieder neu aufgelegt, aber in den letzen Jahren sind verschiedene gute Hunde-Klassiker vom Markt verschwunden. Man weiß also nie...)


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