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Trimmen von Hunden

Trimmen, abgeleitet vom englischen „trim“, bedeutet wörtlich übersetzt zurechtmachen, stutzen bzw. in Ordnung bringen. Es bezieht sich auf das Fell rauhaariger Rassen, aber auch einiger Spanielarten mit weicherer Haarstruktur. Nur bei diesen Rassen ist Trimmen durch ihr besonderes Haar möglich und empfehlenswert. Die meisten Terrier, Schnauzer, Bouvier das Flandres, Rauhaarteckel und noch etliche andere werden auf diese Weise in Form gebracht. Wenn Sie einen Welpen dieser Rassen besitzen, bereiten Sie ihn am besten rechtzeitig auf das erste Trimming vor.

Früh übt sich,

was getrimmt werden soll. Welpen rauhaariger Rassen können sehr unterschiedliche Haar- Qualitäten haben. Die einen neigen eher zu weichem Haar. Dann ist ihr Welpenfell meist reichlich ausgeprägt und sie wirken wie kleine Wuscheltiere. Andere wiederum besitzen fast gar kein Welpenfell oder es ist ganz kurz und stachelig hart. Sie werden später wahrscheinlich besonders festes Fell bekommen, was bei Rauhaarigen durchaus erwünscht ist. Wieder andere haben im Erwachsenen- Alter  eine weiche, aber trimmbare Haartextur. Dazu zählt der American Cocker Spaniel.

Wie auch immer das Fell beschaffen ist, Ihr Welpe muss rechtzeitig an Pflege und Trimming gewöhnt werden. Setzen Sie ihn mehrmals wöchentlich auf einen Tisch und gewöhnen ihn daran. Später muss  er  auf einem Trimmtisch geduldig ausharren. Am besten gibt es dort ein kleines "Leckerlie" zur Belohnung. Kämmen und bürsten Sie Ihren Welpen, selbst wenn es bei den Harthaarigen anscheinend noch nichts zu kämmen gibt. Schon die Gewöhnung an die Prozedur und die intensive Massage der Haut bringen die gewünschten Effekte. Ab der 12- 16. Lebenswoche beginnt man das Welpenfell zu auszutrimmen. Bei einigen Rassen kann der ideale Zeitpunkt noch später liegen.

Cairn Terrier Championhündin- korrekt getrimmt
Korrekt von Hand getrimmte Cairn Terrier-Hündin - Champion Fantasia of Barnsley. Mehr zur Rasse auf www.cairn-terrier.net.

Trimmen- Tierquälerei?

Um einen Hund trimmen zu können, muss sein Haar die nötige Reife besitzen. Hunde mit reifem Haarkleid fangen an zu haaren oder sich zu kratzen, um die abgestorbenen und nun juckenden Haare selbst zu entfernen. Sie können das selbst vorsichtig testen, indem Sie Ihrem Hund einige Haare herauszuzupfen. Geht das recht leicht, dürfte die richtige Zeit gekommen sein. Die Haare haben dann auch schon eine beachtliche Länge erreicht und der Hund kommt fellmäßig deutlich außer Form. Wenn Sie nicht sicher sind, lassen Sie Ihren Hundefriseur oder Ihren Züchter die Reife der Haare prüfen.

Laien meinen oft Trimming müsse eine üble Quälerei sein, da das Herauszupfen von menschlichen Haaren ziemlich schmerzhaft ist. Wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich  aber um eine vollkommen andere Haarstruktur.  Das trimmbare Haar fällt nur sehr schwer allein aus und die abgestorbenen Haarwurzeln verursachen Juckreiz. Ein fachgerecht und zum richtigen Zeitpunkt ausgeführtes Trimming schafft ihrem Hund somit Erleichterung. Außerdem haben Sie Ihren Vierbeiner binnen kürzester Zeit wieder in einer ansprechenden Haarform. Wer seinen Rauhaarigen regelmäßig trimmen lässt, wird sich auch nicht über herumfliegende Haare in der Wohnung ärgern müssen. Ein großer Vorteil dieser Rassen. Voraussetzung wäre dann allerdings ein regelmäßiges Trimming. Man beginnt bereits beim etwa drei Monate alten Welpen mit einem ersten Trimming und setzt dann im Abstand von etwa drei bis vier Monaten fort. Die Häufigkeit kann abhängig von Rasse und Haarform variieren.

Durch Trimmen in regelmäßigem Zeitabstand kann man bei vielen Hunden ein sogenanntes „rolling coat“  erzielen. Unter den langen Deckhaaren steht nicht nur die Unterwolle, sondern eine kurze neue Schicht Deckhaare, die nun beim Trimmen zum Vorschein kommt. Über den richtigen Trimm- Rhythmus zum Erzielen eines „rolling coats“ berät Sie Ihr Hundefriseur.

Gutes Trimmen nimmt je nach Rasse einige Stunden Zeit in Anspruch. Sie können den Aufwand etwas mindern, indem sie selbst alle 14 Tage überstehendes, reifes Haar mit Daumen und Zeigefinger herauszupfen. Einem so gepflegten Hund wird auch eine vollkommene „Trimmradikalkur“ erspart bleiben.

Woran erkennt man gutes Trimming? »

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