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Zähneputzen beim Hund

Die Technik

Für viele Hunde kommt die Vorbeugung schon zu spät. Ein altes Hausrezept empfiehlt, mit einem Baumwolllappen und Schlämmkreide aus der Apotheke die Zähne abzureiben. So kann man geringgradigen Zahnbelag entfernen. Auch Zitronensaft wird teilweise genannt. Davor ist allerdings zu warnen. Häufig greift der Zitronensaft das Zahnfleisch an und ist zudem bei Hunden sehr unbeliebt.

Bleibt also oft nur der Griff zur Zahnbürste. Diese gibt es inzwischen direkt für Hunde, außerdem kleine Fingerzahnbürsten. Diese sind ebenfalls für diesen Zweck gedacht. Natürlich benötigt man dann noch die richtige Hundezahnpasta. Die gibt es in verschiedenen leckeren Geschmacksrichtungen, Hühnchen z.B., da kein Vierbeiner freiwillig auf Pfefferminz und Menthol umsteigt, um einen frischen Atem zu haben. Menschliche Zahnpasta ist völlig ungeeignet, da Hunde die Zahnpaste bei der Pflege teilweise verschlucken und sich so den Magen verderben würden.

Am besten beginnen Sie schon im Welpenalter damit, die Zähne zunächst regelmäßig zu kontrollieren. Dann erübrigt sich der spätere Ringkampf um die Öffnung des Gebisses. Zur gleichen Zeit können Sie auch spielerisch das Zähneputzen anbahnen. Freilich lohnt das bei den ersten Zähnen im Prinzip nicht, aber allein die Gewöhnung ist es wert.

Später putzen Sie die Zähne Ihres Hundes in der gleichen Technik, wie sie von uns Menschen angewendet wird. Also mit kreisenden Bewegungen, innen und außen. Dadurch erfassen Sie alle Beläge und vermeiden Verletzungen bzw. ein Zurückschieben des Zahnfleisches. Wenn es nötig ist, da Ihr Hund zu Zahnbelag und Zahnstein neigt, muss evt. jeden Tag geputzt werden. Darüber hinaus helfen Ihnen die oben genannten vorbeugenden Maßnahmen. Wenn es schon zu spät ist, also der Zahnstein bereits angesetzt hat, bleibt oft nur der Gang zum Zahnarzt, der mittels entsprechender Technik den Zahnstein entfernt. Oft muss der Hund dazu kurz in Narkose gelegt werden. Schon deshalb versteht es sich von selbst, dass es bis dahin nicht kommen sollte.

Schadet Zahnstein meinem Hund?

Ja, früher oder später auf jeden Fall. Durch den Zahnstein geht das Zahnfleisch zurück und die Zähne fallen vorzeitig aus. Ein trauriges Schicksal, denn künstliche Gebisse sind für unseren Hund bekanntlich nicht vorgesehen. Noch wesentlich gefährlicher sind die gesundheitlichen Folgen. Durch Zahnstein und Zahnfleischentzündungen können Bakterien in den Körper gelangen und dort vergiftend wirken. Einzelne Organe oder ganze Organsysteme können dadurch schwer erkranken.

Verletzungen der Zähne oder im Fang

Achten Sie immer auf abgebrochene, beschädigte Zähne oder Verletzungen im Fang. Auch Hunde bekommen Zahnschmerzen und müssen dann schnellstens behandelt werden.

Zahnwechsel bei Junghunden

Zwischen dem vierten bis sechsten Lebensmonat wechseln Junghunde ihre Zähne. Das heißt, nach und nach bricht das neue und bleibende Gebiss durch. Manchmal schwellen dann die Kauleisten an und werden heiß. Ein Zeichen dafür, dass Junghunde mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen müssen,  wie Kinder bei ihrem Zahnwechsel bzw. beim Durchbrechen der ersten Zähne. Ziehspiele und andere belastende Übungen sollte man in dieser Zeit unterlassen. Knabberknochen hingegen werden dann besonders gern angenommen. Die Knabberei unterstützt den Zahnwechsel. Sorgen Sie am besten gleich mit einem "Knabbersortiment" vor, sonst könnten Ihre Möbel leiden.

Sollte trotz aller Knabberspielzeuge ein Zahn einfach nicht ausfallen wollen, müssen Sie ihn vom Tierarzt entfernen lassen. Dazu muss Ihr Hund aber auch eine kurze Narkose bekommen. Da das für einen jungen Hund belastend ist, versuchen Sie zuvor etwas an dem Zahn zu wackeln. Steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Vielleicht gelingt es Ihnen, den hartnäckigen Zahn zu lockern, so dass er doch noch von allein ausfällt.

In der Zeit des Zahnwechsels kann man dem Futter auch Calcium zufügen, da dem Körper in dieser Zeit viel Calcium entzogen wird. Es gibt auch homöopathische Mittel, die den Gesamtprozess des Zahnwechsels sehr fördern können. Dazu befragen Sie am besten einen Tierhomöopathen. Er wird speziell zur Gesamtkonstitution ein passendes Mittel für Ihren Hund festlegen. So kann gleichzeitig auch das gleichmäßige Wachstum der Knochen unterstützt werden.

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